Umweltpreis RLP 2015 verliehen

Quelle: Fotograf, Umweltministerium RLP
Quelle: Fotograf, Umweltministerium RLP

Claudia Leibrock, Referentin für Agrarpolitik und Landsoziologie in der Evangelischen Landjugendakademie Altenkirchen und im Vorstand der ANU Rheinland-Pfalz, hat anlässlich der Verleihung des Umweltpreises Rheinland-Pfalz das Grußwort der Jury gehalten. Der Umweltpreis des Landes wird seit 1991 vergeben und ist mit insgesamt 9000 Euro dotiert. Die Preisträger wurden von einer unabhängigen Jury ausgewählt. Sie erhalten jeweils 1500 Euro des Preisgeldes. „Dieses Geld ist für die Motivation der Bewerberinnen und Bewerber um den Umweltpreis Rheinland-Pfalz gut angelegt“, erklärte Claudia Leibrock und dankte dem Land ausdrücklich für diese Möglichkeit. Sie verwies auf die gerade erschienene Studie der Bertelsmann Stiftung, die Deutschland insbesondere im Umweltbereich im Vergleich mit anderen Industrienationen eine schlechte Note ausstellt. „Daher sind weiterhin Aktivitäten in diesem Bereich besonders wichtig“.

Die Jury musste aus insgesamt 37 guten Bewerbungen auswählen. Staatsministerin Ulrike Höfken, die die Preise verlieh, betonte, dass „der Umweltpreis dem besonderen Einsatz für Nachhaltigkeit und Umweltschutz durch Unternehmen, Kommunen und Privatpersonen Gesichter und Namen gibt. Wir wollen, dass diese Ideen in unserem Land Schule machen.“


Den Umweltpreis 2015 des Landes Rheinland-Pfalz erhalten:


Carsten und Sonja Carius aus Ottersheim, die im Nebenerwerb Bio-Rinder züchten: „Die Familie Carius verbindet Tierschutz und Naturschutz in vorbildlicher Weise“, erklärte Höfken.  Der Betrieb halte die Rinder artgerecht und vermeide Transportwege. Zudem arbeiten die Tiere als „Landschaftspfleger“, indem sie die Queichwiesen in der Gemeinde offen halten  und damit wertvollen Lebensraum von Insekten und Pflanzen sichern.

Das Grün- und Umweltamt der Landeshauptstadt Mainz für sein Artenschutzprojekt an städtischen Gebäuden: Um Vogelschlag an Fenstern zu vermeiden und Nistplätze für Vögel und Fledermäuse zu schaffen, hat die Stadt Mainz ein Konzept entwickelt, das insbesondere an Neubauten umgesetzt wird. Zum Beispiel werden Nistkästen in Fassaden integriert und Vogelsicherungsfolien an Fenstern angebracht. „Das Engagement des Grün- und Umweltamtes ist insbesondere in Zeiten knapper Kassen bemerkenswert. Es trägt zur Artenvielfalt in der Stadt bei, wo nicht nur Menschen, sondern auch zahlreiche Tier- und Pflanzenarten zu Hause sind“, so Höfken.

Die Firma Boehringer Ingelheim Pharma GmbH, die durch ein neues Packschema im Fertigwarenlager ihren CO2-Ausstoß deutlich gesenkt hat. „Dies ist ein vorbildlicher Beitrag zum Klimaschutz, den das Unternehmen mit verblüffend einfachen Mitteln leistet und an seinen Standorten weltweit umsetzen möchte“, sagte Ministerin Höfken. Mit einem neuen, optimierten Packschema kann das verfügbare Volumen im Fertigwarenlager sowie beim Transport optimal genutzt werden. Damit werden jährlich mehrere tausend Tonnen CO2 eingespart, zudem wird weniger Material eingesetzt und weniger Abfall produziert.

Die Umwelt AG des Gymnasiums am Römerkastell in Alzey für  ihre Mitfahrplattform im Internet: „Die Jugendlichen zeigen, wie wir die neuen Medien klug zum Klimaschutz nutzen können“, so Höfken. Über eine App fürs Smartphone können Schülerinnen und Schüler ihre Fahrzeiten zur Schule auf der Plattform eingeben und werden umgehend über Mitfahrgelegenheiten informiert. Höfken: „Damit werden unnötige Einzelfahren und damit Treibhausgase vermieden.“

Die Firma Biovegan GmbH aus Ransbach-Baumbach für den Neubau eines Betriebsgebäudes zur Herstellung veganer Lebensmittel: „Das neue Gebäude entstand im ersten ökologischen Gewerbegebiet des Landes in Bonefeld in der Verbandsgemeinde Rengsdorf und ist ein Vorzeigeprojekt für umweltgerechtes Bauen. Es produziert keine Emissionen, Regenwasser wird aufgefangen und ein Naturgarten bietet Lebensraum für Tiere und Pflanzen“, erklärte Höfken. Die Firma Biovegan GmbH ist Deutschlands führender Hersteller von biologischen Koch- und Backzutaten.

Die Zooschule Landau für die bundesweit ersten Zoojugendspiele zum Schutz der biologischen Vielfalt: „Die Zooschule Landau leistet vorbildliche Umweltbildung, die weit über die Landesgrenzen hinaus Anerkennung findet“, so Höfken. Rund 400 Grundschulkinder nahmen im Mai an den ersten Zoo-Jugendspielen teil und stellten ihr Wissen über die Artenvielfalt unter Beweis. Höfken: „Zoos sind weit mehr als Erholungs- und Freizeiteinrichtungen. Sie sind auch Naturschützer, Lehrer und Wissenschaftler, die ihren Besuchern Wissen über die biologische Artenvielfalt vermitteln. Dieser Verantwortung werden die Landauer in vorbildlicher Weise gerecht.“

Quelle: Fotograf, Umweltministerium RLP
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